Ratgeber für Männer bei Trennung und Scheidung

« zurück »


Freizeitmaßnahmen - Kegeln, Billard, Schafkopf, Volleyball, Ausflüge, Radtouren, Segeln etc. für Männer Infostände und Aktionen zur Gleichberechtigung von Männern und Jungen. Diskussions- und Filmabende Vater/Kind-Ausflüge und -wochenenden und mehr...

enn die Auflösung der oft langjährigen Partnerschaft vor der Tür steht, machen viele Männer entscheidende Fehler mit oft weitreichenden Folgen. Manche Männer erkennen den Ernst der Lage erst, wenn die Partnerin mit dem Koffer – und leider auch meist mit den Kindern – unterm Arm aus der Tür geht.

Männer geraten dann gerne in Panik, überstürzen die Dinge dann oft und wollen in wenigen Wochen alles geklärt haben. Geschieht dies nicht und handeln die in Frage kommenden Ämter anders als gedacht, wird häufig resigniert. Leider ist die Panik auch nicht unberechtigt, da die Mutter in der Regel die Kinder mitnimmt und der Vater dann vor vollendeten Tatsachen steht. Gerichte und Ämter betrachten hier oftmals leider die Kinder als natürlichen „Besitz“ der Frau. Bei der folgenden Kontaktaufnahme zu Ämtern und Behörden wird dann vielleicht auch noch die Erfahrung gemacht, dass bestimmte Ämter (z.B. Jugendamt) schon längst kontaktiert worden sind und zwar von den Müttern und zu einer Zeit, als man selbst noch dachte, alles wäre in Ordnung. Leider bedeutet dies auch, dass man(n) sich dann oft vorgefertigten Meinungen und schon längst gefassten Beschlüssen gegenübersieht.

Aus diesem Grunde gibt es auch heute noch bei einer Scheidung leider immer wieder „Verlierer“, obwohl dies durch das Scheidungsrecht von 1977 verhindert werden sollte. Nur liegen diesmal - in 95% der Fälle - die Verlierer schon per Geschlecht fest: Die Väter! Und damit leider auch die Kinder, die damit fast regelmäßig zu Halbwaisen werden und eine lebenswichtige Bezugsperson verlieren.

Dieser Ratgeber soll helfen, Anfangsfehler zu vermeiden. Es werden hier lediglich einige Grundregeln dargestellt. Für weitere Hilfen werden am Schluss einige lesenswerte Bücher genannt. Außerdem finden sie im Anhang Adressen und Telefonnummern für Erstkontakte, die in der aktuellen Not weiterhelfen können und wollen.

Allgemeine Tipps:

Wichtigster Punkt zu Beginn: Nehmen Sie frühzeitig Kontakt mit Hilfeeinrichtungen, Anwalt und Jugendamt auf. Vermeiden Sie dabei Schuldzuweisungen, da das fast regelmäßig gegen Sie ausgelegt wird. Lassen Sie sich beraten, aber versuchen Sie auch, sich mit Ihrer Partnerin gemeinsam zu einigen und soviel wie möglich einvernehmlich zu regeln. Allerdings sollte dies schriftlich geschehen und von Ihrem Anwalt überprüft werden.
 
  • Lassen Sie sich auch helfen, wenn Sie „nur“ eine Krise sehen und die Ehe noch gar nicht als gefährdet einschätzen. Lieber „zu früh“ als zu spät!

Führen Sie Tagebuch! Nicht nur, um sich abends den Frust ein wenig von der Seele schreiben zu können. Hier können Sie auch notieren, wenn etwas gut oder schlecht läuft. Sie können damit den Vorwürfen Ihrer Frau mit Argumenten begegnen. Notieren Sie darin auch etwaige Zeugen bestimmter Vorfälle, die Sie für wichtig halten.

Sorgen Sie für sich! Kümmern Sie sich um alte und neue Hobbys. Achten Sie auf Ihren Freundeskreis und lassen Sie die Kontakte nicht einschlafen. Bringen Sie Ihre Freunde aber nicht in Zugzwang, vermitteln zu müssen oder sich zwischen Ihnen und Ihrer Partnerin zu entscheiden. Viele gemeinsame Freunde mit Kindern „verbünden“ sich häufig mit der Ex-Partnerin. Versuchen Sie, diesen Ihre Lage zu erklären.
  • Bauen Sie Ihren Freundeskreis aus. Das Singleleben hat Vorteile, die sie jetzt entdecken können. Schauen Sie in die Zeitung nach Freizeitgruppen, Männergruppen, Sportvereinen, Selbsthilfegruppen, Singletreffs...
  • Denken Sie daran: Die gesundheitliche Beanspruchung bei Trennung ist enorm. Achten Sie jetzt besonders auf sich. Gehen Sie zum Arzt, zögern Sie nicht, sich auch krank schreiben zu lassen, um für sich besser sorgen zu können. Scheuen Sie auch nicht davor zurück, Kontakt zu einem Therapeuten aufzunehmen, um jemanden zu haben, mit dem Sie über alles reden können.
  • Denken Sie auch über eine Selbsthilfegruppe nach. Notfalls können Sie auch selbst eine gründen. Majuze kann Sie gerne dabei unterstützen.
  • Überlegen Sie sich gemeinsam, ob eine Mediation sinnvoll für sie ist. Ein Mediator geht neutral „von außen“ an die Krise heran. Er kann vermitteln, wichtige Hinweise geben, Streit schlichten. Achten Sie darauf, dass von vorneherein BEIDE Partner mit dem Mediator einverstanden sind. Sonst ist die Zeit vergeudet, wenn sich von vorneherein ein Beteiligter nicht genügend unterstützt fühlt. Damit wird der Mediator für sie auch unangenehme Dinge ansprechen, aber dies ist auch wichtig um aus der Situation zu lernen. Der Mediator trifft keine Entscheidungen, er berät! Sie finden ihn, indem Sie die entsprechenden Beratungsstellen, das Jugendamt, soziale Dienste oder die Internetseite von pappa.com kontaktieren. Auch majuze und der VAfK (siehe Anhang) kann Ihnen hierbei helfen.
  • Sammeln Sie vor der Trennung alles, was sich an wichtigen Dokumenten im Haus befindet und sichern Sie diese, wenn Sie Ihnen gehören. Machen Sie zumindest Fotokopien. Wenn Sie erst woanders wohnen, müssen Sie nicht immer als „Bittsteller“ vor der Tür stehen, wenn Sie etwas brauchen oder gar versuchen, über ihren Anwalt die nötigen Dinge zu bekommen. Denken Sie auch an Unterlagen Ihrer Kinder und – wenn nötig – an Kopien von wichtigen Dokumenten Ihrer Frau. Denken Sie auch an Sparbücher, Aktien, Zeugnisse, Ausweise, Kinderausweise, Geburtsurkunden, Heiratsurkunde, Verträge, Hypotheken, Mietvertrag, Bausparvertrag, Sozialversicherungsausweis, Kindergeldbescheid, Kaufverträge, Garantiescheine, alle Arten von Versicherungen...
  • Hat Ihr Partner die Scheidung beantragt, sollten Sie einen eigenen Antrag stellen – auch wenn Sie zustimmen. Nur so behalten Sie Einfluss im späteren Verfahren.
  • Falls Ihre Frau Sie wirklich aus heiterem Himmel verlassen und zu einem neuen Freund gezogen ist, prüfen Sie, ob evtl. der Tatbestand des "mutwilligen Verlassens" gegeben ist. Dies würde dann bedeuten, dass ihre Ehe keineswegs als zerrüttet angesehen werden kann, sondern vor dem Gesetz als "intakt" gesehen wird.
  • Wenn die Ex die Wohnung heimlich ausgeräumt hat, schnellstens eine Liste von den fehlenden Gegenständen anfertigen und die einzelnen Positionen möglichst von Zeugen bestätigen lassen, dass sie existiert hatten. Einige Zeit später wird immer mehr vergessen.
     
  • Bei Streitigkeiten über die Wohnung während des Trennungsjahres kann das Familiengericht auf Ersuchen darüber urteilen, wer in der Wohnung bleiben darf.
  • In den meisten Fällen wird die Wohnung aber dem versorgenden Elternteil zu gesprochen, damit die Kinder in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können. Jedoch kann eine gemeinsame Wohnung auch weiterhin während des Trennungsjahres genutzt werden, ohne das Trennungsjahr dadurch zu beenden. Sie müssen nur die Wohnung so unterteilen, dass jeder seinen eigenen Bereich, sein eigenes Zimmer hat. Die Küche können sie gemeinsam nutzen, wenn jeder seine eigenen Sachen verwahrt und es z.B. Benutzungszeiten gibt. Ähnliches gilt für die Waschmaschine.
  • Eine Scheidung besteht aus dem Hauptverfahren, also der amtlichen Trennung, und den Folgesachen. Dazu gehören Versorgungsausgleich, Sorge- und Umgangsrecht, Unterhalt für Kind und Frau, Zugewinnausgleich, Aufteilung des Hausrats sowie Wohnregelung. Streiten Sie über einen oder mehrere Punkte derart, dass dies die Scheidung verzögert, können Sie die Abtrennung der Folgesache beantragen.
  • Die Verlegung des ersten Wohnsitzes ist für Gericht ein sicheres Indiz für den Beginn des Trennungsjahres. Ein „außerhäusliches“ Wohnen muss nicht unbedingt die Trennung signalisieren (bspw. Krankenhausaufenthalt, Gefängnis). Wenn man ein Jahr getrennt lebt und beide Partner der Scheidung zustimmen, oder wenn man drei Jahre getrennt lebt und EIN Partner die Scheidung will ist eine Scheidung möglich, da der Gesetzgeber die Ehe als zerrüttet ansieht. Außer den zur Versorgung und Hygiene dienenden Räumen darf kein Zimmer der Wohnung mehr gemeinsam genutzt werden, wenn Sie aus finanziellen oder anderen Gründen die Wohnung nicht verlassen können/wollen.
  • Wenn Sie die Wohnung verlassen, nehmen Sie Ihre Sachen soweit als möglich mit. Seien Sie nicht allzu großzügig, dies rächt sich hinterher. Sie müssen zuviel für die Scheidung und den folgenden Unterhalt zahlen, um sich hier Verzicht leisten zu können.
  • Suchen Sie sich einen eigenen Anwalt! Nur wenn Sie sich mit ihrer Frau wirklich einigen können, reicht ein einziger Anwalt für beide. Bei einer Scheidung ist mindestens ein Anwalt verpflichtend. Wählen Sie einen Anwalt, der sich auf Familien- und Scheidungsrecht spezialisiert hat. Nutzen Sie den Anwaltsuchdienst
  • (www.anwalt-suchservice.de) oder besser noch die Erfahrungen des VAfK (www.vafk.de). Auch pappa.com kann Sie hier beraten. Seien Sie hier sorgfältig, ein Anwaltwechsel kann teuer werden. Sparen Sie nicht am verkehrten Platz.
  • Setzen Sie keine Hoffnungen in die Vorstellung, dass Ihre Frau sich "besinnen" könnte. In der Regel ist der Schritt bei einer verlassenden Ehefrau/Partnerin gut vorbereitet, auch wenn er für Sie aus heiterem Himmel kommt. Freundeskreis, Jugendamt, Anwälte, Nachbarn sind oft schon informiert, geimpft und auf ihre Seite gezogen.
  • „Umgangsrecht“ gibt es übrigens nicht nur für Kinder, sondern ist auch gleichermaßen für Haustiere möglich.
  • Auch wenn es während des Trennungsjahres schon Meinungsverschiedenheiten wegen der Aufteilung des Hausrats gibt, können Sie das Familiengericht einschalten.
  • Bei einer Scheidung sind immer BEIDE Ehepartner finanziell geschädigt. Dies schon alleine deswegen, weil sich das Nettoeinkommen durch die Verlegung in eine andere Steuerklasse verringert. Oft wird der Unterhalt noch nach Steuerklasse 3 berechnet. Ändern Sie so früh wie möglich Ihre Steuerklasse beim Rathaus. Durch das geringere Einkommen und zu hohe Unterhaltszahlungen ist der Weg in die Schuldenfalle vorprogrammiert. Dazu kommt oft noch eine doppelte Miete und doppelte Haushaltskosten, vermehrte Kosten für Kinderbetreuung, Anwaltskosten usw. Von diesem niedrigeren Nettoeinkommen müssen aber immer noch gleich viele Personen leben. Die an einer Scheidung reich werden, sind andere.
  • Während des Trennungsjahres haben Sie noch Anspruch darauf, dass Ihre Expartnerin bei einer Steuererklärung mitwirkt. Dies müssen Sie nicht in anderen Bereichen „honorieren“. Ein Steuerberater könnte Ihnen hier bares Geld einbringen, wenn Sie sich da unsicher fühlen. Im Trennungsjahr ist noch eine gemeinsame Veranlagung mit Ihrer Ehefrau möglich. Eine kurzfristige Unterbrechung des Trennungsjahres wirkt sich nicht familienrechtlich aus (das Trennungsjahr läuft einfach weiter), wohl aber in steuerlicher Hinsicht. Eine gemeinsame Veranlagung ist hier noch weiterhin möglich. Sie können also, durch einen kurzzeitigen Versuch, Ihrer Ehe noch eine neue „Chance“ geben. Das Trennungsjahr wird nicht unterbrochen, steuerlich haben Sie sogar noch Vorteile.
  • Wenn Sie wegen der Trennung erhöhte Ausgaben hatten (neue Waschmaschine etc.), heben Sie die Belege dafür auf, da Sie diese bei der Berechnung des Trennungsunterhaltes einbringen können. Auch Scheidungs- und Scheidungsfolgekosten können steuerlich geltend gemacht werden. Dazu zählen Rechtsanwaltkosten, Fahrten zum Anwalt, Jugendamt, aber nicht die Umgangskosten.

Tipps für Väter:
  •  
  • Stellen Sie von Anfang an klar, dass die Kinder auch IHRE Kinder sind nicht „Besitz“ der Mutter. Wenn es zeitlich und beruflich möglich ist, versuchen Sie, die Kinder bei Ihnen zu belassen und beantragen Sie das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Wenn nicht, pochen Sie auf Ihr Umgangsrecht mit dem Kind. Sorgen Sie von Anfang an für Klarheit.
  • Sie haben sich von ihrem Partner getrennt, weil die Liebe zu ihm zu Ende war. Ihr Kind wird daraus den Schluss ziehen, dass auch Ihre Liebe zu ihm letztlich endlich ist und die Eltern sich von ihm abwenden können. Geben Sie Ihrem Kind Sicherheit und seien Sie versichert, dass Ihr Kind Sie auf die Probe stellen wird. Vor allem: Ihr Kind hat seine eigenen Probleme. Es wird versuchen, Ihnen zu helfen – aber das ist NICHT seine Aufgabe, auch wenn es noch so tröstlich für Sie ist. SIE müssen IHREM KIND helfen!
  •  
  • Ändern Sie nicht Ihren Erziehungsstil. Wenn er vorher in Ordnung war, dann ist er auch nach einer Trennung in Ordnung. Sicherheit bedeutet für Ihr Kind auch, dass sich möglichst wenig ändert. Wenn es letztes Jahr von Ihrem Kind falsch war, zu spät nach Hause zu kommen, dann ist es auch nach der Trennung falsch. Halten Sie an Ihren Grenzen fest! Grenzen und Konsequenz vermitteln Sicherheit, und die braucht Ihr Kind jetzt ganz dringend!
  •  
  • Viele Väter haben hier ein besonderes Problem: Wenn man sein Kind ohnehin – wie in leider viel zu vielen Fällen - nur noch selten sieht, kann man nicht die Konflikte von zwei Wochen bearbeiten. Das ist richtig! Trotzdem: Unterschätzen Sie NIEMALS Ihren Einfluss! Lassen Sie sich auch nicht abwimmeln („Aber Mama hat gesagt....“ „Du hast mir doch gar nichts mehr zu sagen...“). Ein verständlicher (und logischer) Versuch, von Ihrem Kind, einem Rüffel zu entgehen. Es wäre dumm, wenn es das nicht versuchen würde. Ihr Job ist es, bei der Stange zu bleiben. Interessieren Sie sich für ihr Kind. Fragen Sie nach Hobbys, nach Schulnoten, nach neuen Freunden. Nehmen Sie, soweit es geht an seiner Entwicklung Anteil. Ihr Kind wird das bemerken und, wenn es keine Spionagetätigkeit war, sondern echtes Interesse, wird es dankbar dafür sein. Sorgen Sie aber auch dafür, dass viel Zeit für Entspannung bleibt. Das Treffen mit Ihnen soll kein Rapport werden!
  •  
  • Sparbücher der Kinder sperren, damit das Geld den Kindern erhalten bleibt.
  • SOFORT dem bisher zuständigen Einwohnermeldeamt schriftlich (Einschreiben mit Rückschein) mitteilen, dass Sie mit einer evtl. Ummeldung der Kinder alleine durch die Mutter nicht einverstanden sind. Verhindern Sie, dass die Mutter nach Belieben umziehen kann, um damit aus egoistischen Gründen Distanz zu schaffen.
  • Kündigen Sie ein gemeinsames Konto, machen Sie ihr Testament (neu). Am Besten, Sie bestimmen für die Kinder im Erbfall einen Testamentsvollstrecker, da die Mutter manchmal das Vermögen nicht nur für die Kinder ausgibt. Ändern Sie den Begünstigten bei Ihrer Lebensversicherung (meist ist dies ja die Frau).
  • Stellen Sie Ihre Kinder NIE vor die Entscheidung, wen sie "lieber" hätten. Ihr Kind liebt sie beide und das ist auch absolut in Ordnung. Ihre Ehestreitigkeiten gehen die Kinder nichts an! Umgekehrt erklären Sie auch Ihrem Kind, dass die Ehestreitigkeiten nichts mit ihm zu tun haben ("Weil ich so schlecht in der Schule war?"). Kinder tendieren dazu, sich für alles verantwortlich zu fühlen.
  •  
  • Schützen Sie Ihr Kind, wo immer es Ihnen möglich ist. Der leibliche Vater ist immer noch die natürliche Lebensversicherung des Kindes vor überforderten und misshandelnden alleinerziehenden Müttern oder vor lieblosen Stiefvätern. Zeigen Sie der Mutter und dem Gericht, dass Sie Ihr Kind nicht kampflos aufgeben. Stellen Sie klar, dass auch Ihre Vollzeitarbeit im Interesse und aus Liebe Ihrer Familie und Ihren Kinder gegenüber geschah. Oft ist leider gerade die Vollzeittätigkeit für das Gericht der Grund, die Kinder der Mutter zuzuordnen. So kann man aus ehrlicher Arbeit eine Begründung für eine Strafe machen.
  • Das gemeinsame Sorgerecht sollte unbedingt Ihr Ziel sein. Meinen Sie nicht, während des Trennungsjahres wäre das nicht relevant, wichtig seien nur die Beschlüsse in der Scheidungsverhandlung. Wenn Sie im Trennungsjahr Ihrer Partnerin das alleinige Sorgerecht lassen, können Sie in Ihrem Umgangsrecht behindert werden. Damit entfremden Sie sich von Ihren Kindern und Ihre Kinder von Ihnen. Dies macht ein alleiniges Sorgerecht bei der Scheidung nur wahrscheinlicher. Auch Männer geben hier zu leicht kampflos auf, besonders wenn sie merken, dass auch ihre Kinder sich an den abwesenden Vater gewöhnt haben. Der Vater ist und bleibt wichtig für das Kind. Dies wurde und wird von Pädagogen und Psychologen immer wieder bestätigt. Ihr Kind wird es Ihnen danken, wenn Sie am Ball bleiben. Der leibliche Vater ist auch nicht durch "irgendeinen" Mann zu ersetzen, wie es Frauen sehr oft behaupten. Frauen hätten es gerne, wenn es so wäre. Fragen Sie einfach mal, ob man die Mutter auch einfach durch "irgendeine" Frau ersetzen kann. Die Realität ist eine andere! Auch für manche Väter ist dies evtl. eine unangenehme Tatsache. "Nur Zahlvater" zu sein, kann auch recht angenehm sein! Tragen Sie Ihre Verantwortung.
  • Geben Sie nie das gemeinsame Aufenthaltsbestimmungsrecht auf! Sorgerecht und Aufenthaltsbestimmungsrecht können getrennt werden. Hiermit hat die Mutter die Allmacht, den Lebensmittelpunkt/Wohnsitz des Kindes zu bestimmen. Möchte das Kind irgendwann bei Ihnen leben, wird der Kampf nur noch schwieriger!
  • Selbst wenn jeder Ihnen klarzumachen versucht, dass Sie als Partner "versagt" haben oder Sie dies sogar selbst glauben, sagt das nichts über Ihre wichtige Rolle als Vater aus. Diese Rolle haben Sie, weil Sie Vater SIND. Damit müssen Sie nicht perfekt und auch kein Vorzeigevater sein. Genauso gut könnte man sich bei dem Heer von umgangsverweigernden oder mit Umgangsentzug drohenden Müttern fragen, ob Mütter überhaupt fähig sind, ein Kind verantwortlich zu erziehen. Hier braucht also niemand auf den anderen herabsehen. Väter achten vielleicht weniger darauf, ob das Kind einen Schal umhat oder die richtigen Schuhe an - und gerade dies ist für unsere Kinder ebenfalls wichtig. Wenn ein Kind auf einen Baum klettert, gehören zwei Personen darunter: Eine Mutter, die sagt: "Pass aber bloß auf, dass nichts passiert" und ein Vater, der sagt: "Wenn Du Dich weiter anstrengst, kommst Du sicher noch höher."
  • Ein "loslassen" des Kindes im Scheidungsstreit bedeutet keine "besondere Liebe" (z.B. um dem Kind den Streit zu ersparen), denn dies würde ja bedeuten, dass die meisten Kinder heutzutage bei dem Elternteil aufwachsen, der sie am wenigsten liebt (gut, das könnte eine Erklärung für so manches sein!). Kämpfen Sie für ihr Kind, um ihm zu beweisen, wie sehr Sie es lieben. Fragen sie doch mal ihre Frau, ob Sie das Kind "aus Liebe" aufgeben möchte.
  • Wichtig ist, dass nicht das momentane Bedürfnis des Kindes (nach Ruhe vor dem Streit z.B.) der Maßstab für Entscheidungen ist, sondern das langfristige Wohl des Kindes für das der Vater eminent wichtig ist.
  • Machen Sie von dem Anliegen des Jugendamtes, Sie von ihrem Angebot der Jugendhilfe zu unterrichten, unbedingt Gebrauch. Oft erfahren Sie ohnehin, dass Ihre Partnerin schon dort war und das Jugendamt entsprechend geimpft hat. Das ist ein Zeichen, dass es höchste Zeit für Sie ist - in Ihrem und im Interesse Ihres Kindes. Die Stellungnahme des Jugendamtes ist aber ein wichtiger Punkt vor dem Scheidungsrichter. Denken Sie auch daran, dass es die Pflicht des Jugendamtes ist, außer in Ausnahmefällen ein gemeinsames Sorgerecht durchzusetzen. Klopfen Sie Ihr Jugendamt auf diesen Punkt hin ab. Legen Sie nötigenfalls Dienstaufsichtsbeschwerde ein oder bitten Sie den Jugendamtsleiter um einen anderen Sachbearbeiter. Nehmen Sie ggf. Zeugen zu Jugendamtsgesprächen mit und protokollieren Sie das Gespräch (Kopie ans JA).
  • Ein besonders hässlicher, aber leider nicht seltener Trick ist die Andeutung, oder der klar geäußerte Vorwurf des sexuellen Missbrauchs. Wie häufig dieser geäußert wird, ist noch nicht klar. Schätzungen gehen bis zur Benutzung in 40% aller Scheidungs- und Sorgerechtsstreitfälle. Die Spanne geht von „Mutmaßungen“ ("Der badet die Tochter immer so gerne" - mit einhergehendem vielsagendem Blick), bis hin zu klaren Vorwürfen. Egal, wie geäußert: Die Mutter setzt damit ganz bewusst das Gericht in Zugzwang und benützt in krimineller Weise dessen Verpflichtung, darauf zu reagieren. Setzen Sie sich mit allen Kräften dagegen zur Wehr, evtl. auch durch eine Anzeige. Klagen Sie auch auf alleiniges Sorgerecht, da hier eine Erziehungsunfähigkeit klarer kaum auf der Hand liegen kann. Fordern Sie eine umfassende Einsicht in vorliegende Akten und nehmen Sie sich unbedingt einen guten Anwalt.
  • Falls Ihre Frau mit Kindern verschwindet, stellen Sie Strafanzeige wegen Kindesentzug verbunden mit dem Antrag auf Erteilung des vorläufigen Sorge- und Aufenthaltsbestimmungsrechts (seien Sie versichert, dass Ihre Partnerin dies schon gemacht hat). Gerade zu Beginn des Scheidungsstreits müssen die Weichen richtig gestellt sein.
  •  
  • Hoffen Sie nicht, ihre Frau mit "milden" Reaktionen umzustimmen. Was glauben Sie, was passieren würde, wenn Sie mit den Kindern bei Freunden untertauchen ohne, dass Sie Ihre Frau informieren?
  • Falls ein Gutachten vom Gericht in Auftrag gegeben wurde, erkundigen Sie sich nach dem Gutachter. Falls Ihre Frau ihn vorgeschlagen hat, lehnen Sie ihn ab. Jeder Richter müsste darauf eingehen, da ein vorgeschlagener Gutachter mit Sicherheit parteiisch ist. Falls Sie auf eigene Kosten ein Privatgutachten in Auftrag gegeben haben, muss sich das Gericht damit befassen und kann es nicht einfach übergehen. Evtl. muss es ein Gegengutachten in Auftrag geben. Versuchen Sie, gut mit dem Gutachter zusammen zu arbeiten und seien Sie kooperativ. Zeigen Sie ihr Interesse am Wohl des Kindes. Um das erstellte Gutachten zu verstehen, sprechen Sie bei einem anderen Gutachter oder Psychologen vor.
  • Bestehen Sie darauf, Ihre PFLICHT zur elterlichen Sorge wahrnehmen zu können. Lassen Sie sich darin weder von Mutter noch deren Anwalt behindern. Reichen Sie gegebenenfalls sogar Klage ein.
  • Der Verfahrenspfleger ist "Anwalt" des Kindes. Er kommt dann zum Zuge, wenn zu befürchten ist, dass die Eltern im Scheidungsstreit die Interessen des Kindes vergessen, bzw. einseitig glauben, dass die Interessen des Kindes ohnehin mit den ihrigen identisch sind. Hören Sie auf die Aussagen dieses Verfahrenspflegers. Er hat seinen Job nicht umsonst! Achten Sie aber auch darauf: In jedem Beruf gibt es Gute und Schlechte.
  • Wenn Sie Ihr Kind besuchen, denken Sie daran, dass es seine natürlichen Bedürfnisse hat. Wenn die Sonne strahlt oder was Tolles im Fernsehen kommt, hat es vielleicht im Augenblick keine Lust, mit Ihnen spazieren zu gehen. Das ist normal - so waren Sie auch (denken sie daran, wie es war, wenn Ihre Tante und Onkel zu Besuch kamen). Nach 30 Minuten kann Ihr Kind schon wieder anders gelaunt sein. Stellen Sie sich auf das Wetter und aktuelle Situationen ein. Wie oft sind SIE schlechter Stimmung und müssen sich erst motivieren? Ihr Kind gehört Ihnen nicht (dies wird besonders oft von Frauen vergessen). Es hat eigene Ansichten, eigene Wünsche, eigene Hobbys und Freizeitinteressen. Und: Es hat vielleicht auch eine komplett andere Sicht von seiner Mutter als Sie!
  • Wichtig für die Erziehungsfähigkeit eines Elternteils ist auch die Frage, inwieweit es die Bindung zum anderen Elternteil fördert, zulässt oder behindert. Man sprich in diesem Zusammenhang von der „Bindungstoleranz“. Hier kann sogar der Aufenthalt beim anderen Elternteil beschlossen werden, wenn dann garantiert werden kann, dass das Kind dann Kontakt zu beiden Elternteilen bekommt.
  • Bei allem wird die Frage gestellt, was dem Wohl des Kindes dient. Behalten Sie dies im Auge. Befindlichkeiten und Rachegelüste der jeweiligen Elternteile spielen keine Rolle. Auch wenn Sie sich noch so sehr "im Recht" fühlen, geht es darum nur zweitrangig oder gar nicht. Formulieren Sie entsprechend vor dem Jugendamt, dem Gutachter, dem Gericht u.a.

Wenn Sie die Kinder unbedingt behalten möchten, wäre es wichtig, dass Sie die Wohnung nicht verlassen, sondern darauf hinwirken, dass Ihre Ehefrau dies tut. Damit könnten Sie dem Kind ein bestimmtes Maß an Stabilität garantieren.

 
  • Wenn Sie Ihre Frau nicht über die Kinder auf dem Laufenden hält, gehen Sie selbst zu Schule oder Arzt und teilen Sie ihnen mit, dass Sie das gemeinsame Sorgerecht ausüben und dies auch langfristig anstreben. Lassen Sie nicht zu, dass Sie als uninformiert auffallen. Interessieren Sie sich nicht nur für Noten, sondern auch für das Verhalten Ihres Kindes. Nach einer Scheidung kann es hier einige negative Überraschungen geben, über die Sie Bescheid wissen müssen. Denken Sie nicht, dass Ihnen als Vater weniger Rechte zustehen. Etwaige Interesselosigkeit wird Ihnen aber mit Sicherheit eher angekreidet als Ihrer Partnerin.
  • Lassen Sie auch (zumindest von Ihrer Seite aus) die Kommunikation zu Ihrer Ex-Partnerin nicht abbrechen. Mangelnde Kommunikationsfähigkeit (der Kinder wegen) kann das Sorgerecht gefährden. Lassen Sie aus Diskussionen über die Kinder Ihre Ehestreitigkeiten heraus. Achten Sie aber auch darauf, ob dies Ihrer Partnerin gelingt. Auch eine briefliche Verständigung (oder per E-Mail) ist möglich, wenn es mündlich immer gleich „kracht“.
  • Das Jugendamt stellt sich häufig auf den Elternteil ein, der sich am engagiertesten zeigt und bei dem die Zusammenarbeit am effektivsten ist. Nehmen Sie also früh Kontakt zum Jugendamt auf. Welches Jugendamt zuständig ist, richtet sich nach dem Wohnort der Kinder. Schon VOR der Trennung können Sie sich hier um eine Beratung um der Kinder willen kümmern.
  • Beachten Sie, dass Sorgerecht und Aufenthaltsbestimmungsrecht für die Kinder zwei getrennte Dinge sein können. Wenn Ihrer Partnerin das Aufenthaltsbestimmungsrecht zugesprochen wird, dann muss für Sie ein Umgangsrecht mit den Kindern eingeräumt werden, es sei denn, dieses steht dem Wohl des Kindes gravierend entgegen.
  • In schwierigen Fällen können Sie versuchen mindestens betreuten Umgang durchzusetzen. Diese „Schwierigkeiten“ müssen nicht unbedingt in Ihrer Person liegen (mangelnde Mitarbeit, Versuch, das Kind auf ihre Seite zu ziehen), sondern können auch beim Kind (Angst vor Liebesverlust der Mutter, Schwierigkeiten mit der Trennung) oder bei Ihrer Partnerin liegen (Boykottieren aller anderen Möglichkeiten, kurzfristige Absagen von Besuchsterminen).
  • Die Kosten für den Umgang tragen Sie alleine. Außer in der Steuererklärung (Umgangskosten akzeptiert das Finanzamt nicht, aber die Kosten des Verfahrens um Umgang) können Sie diese Kosten nirgendwo geltend machen. Leider gilt dies auch bei einem Urlaubsaufenthalt des Kindes bei Ihnen, selbst wenn dieser mehrere Wochen beträgt. Sie können dies nicht einmal mit dem Kindesunterhalt verrechnen. Leidtragende sind ausgerechnet die Väter, die sich um ihr Kind kümmern wollen. Nutznießer sind die Väter, die sich nicht kümmern und die Mütter.
  • Versuchen Sie bei allen Terminen (Jugendamt, Abholen des Kindes) pünktlich und zuverlässig zu sein. Wenn umgekehrt Unzuverlässigkeit bei der Partnerin vorliegt (oder verbale und körperliche Attacken), nehmen Sie Zeugen mit.
  • Auch unterschiedliche Vorstellungen von Erziehung sind kein Grund, eine gemeinsame Sorge zu verhindern. Von den Gerichten werden unterschiedliche Vorstellungen als normal angesehen. Sie müssen also nicht die erzieherischen Ansichten ihrer Partnerin übernehmen, um die gemeinsame Sorge nicht zu gefährden, ja, eine Vielfalt in der Erziehung und die "Andersartigkeit" des Vaters wird in den letzten Jahren immer mehr als Bereicherung gesehen und können von Ihnen als Beleg FÜR die Wichtigkeit des gemeinsamen Sorgerechts angeführt werden.
  • Wenn aber tatsächlich eine Verständigung beider Elternteile nicht möglich ist, weil z.B. die Paarkonflikte ständig in die Elternrolle übertragen werden, ist zunächst eine Erziehungsberatung vorzuschlagen, damit die gemeinsame Ausübung des Sorgerechts nicht gefährdet ist.
  • Eine Pflicht zur Erwerbstätigkeit hat Ihre Expartnerin nicht, soweit die Kinder noch nicht schulpflichtig sind. Später, ab dem Grundschulalter, wird nur eine Teilzeittätigkeit für annehmbar angesehen, ab dem 14. Lebensjahr eine Vollzeitarbeit. Die Rechtsprechung ist aber hier nicht einheitlich und kann auch leicht ausgehebelt werden. Ausnahmen gibt es, wenn das Kind in dauernder Betreuung ist, besonders, wenn Sie, als Vater, auch noch an deren Kosten beteiligt wären. Ihre Ehefrau ist auch verpflichtet, sich hier „Mühe“ zu geben, zu ihrem Lebensunterhalt möglichst schnell selbst genügend beizutragen. Leider ist Ihre Exehefrau nicht verpflichtet, zu einem „niederen Stand“ zurück zu kehren. Haben Sie als Ingenieur eine Friseuse geheiratet, wird’s schwierig.
  • Sollten Sie Schwierigkeiten mit einem "Amt" haben und den Weg zum Jugendamt scheuen, dann zeigen Sie Ihre Bemühungen, Ihre Konflikte mit Ihrer Partnerin zu klären dadurch, dass Sie Kontakt zu anderen Beratungseinrichtungen (Caritas, Diakonie, Erziehungsberatungsstellen) aufnehmen. Majuze und auch der VAfK kann Sie hier beraten und Ihnen weiterhelfen.

Anhang:

Buchempfehlungen:
Karin Jäckel: Mein Kind gehört auch zu mir – Handbuch für Väter nach der Trennung, Beltz-Verlag
Karin Susanne Delerue: Trennung und Scheidung – So bekommen Männer Recht, Walhalla Verlag
Christian Buchholz: Scheidungsratgeber von Männern für Männer, Rowohlt TB
Jochem Schausten: Trennung, Scheidung, Unterhalt für Männer, Haufe
Die Höhe des Unterhalts von A-Z
Ehe- und Familienrecht von A-Z
beide Beck-Rechtsberater im dtv

Kontaktadressen:
www.vafk.de Väteraufbruch für Kinder
Vaternotruf: 0700 – vaterruf (0700 – 82837783)
Väteraufbruch für Kinder e.V. – Kreisgruppe Prien/Rosenheim
Ansprechpartner: Gert Hofmann, 0160 6068739,
eMail: unserpapi@aol.com

ViSdP:
majuze.de c/o Wolfgang Wenger, Schwaigerweg 1, 85625 Baiern
fon+fax: 0700 majuzede
Internet: www.majuze.de - Männer- und Jungenzentrale in Rosenheim
eMail: info@majuze.de

Sollte die Broschüre hilfreich gewesen sein, würde ich mich über eine Spende für mein Männerprojekt „majuze“ sehr freuen (z.B. ab 2 Euro für die Druckkosten)

Konto: Wolfgang Wenger, Kreissparkasse Ebersberg,
BLZ: 70051805, Konto: 828657,
Verwendungszweck: majuze/Ratgeber
 

Das Gewaltschutzgesetz

Begleitforschung zum Gewaltschutzprojekt
Ein guter Schutz vor häuslicher Gewalt und Nachstellungen?
Die Erfahrungen von Antragsgegnern und Antragsgegnerinnen

Aktionen



Informationen

BGH: Auskunftsanspruch des Scheinvaters gegen die Mutter zur Vorbereitung eines Unterhaltsregresses
BVerfG Karlsruhe Gleichstellung nichtehelicher Kinder vom 21.07.2010
Anfechtung der Vaterschaft und Umgangsrecht von Bezugspersonen des Kindes
Kleine Anfrage - Kindschaftsrechtsreform
Antwort der Bundesregierung
Stellungnahme VAfK
Diskriminierung nichtehelicher Väter vom 03.12.2009
Umgangsrecht des leiblichen Vaters gegen rechtlichen Vater
Düsseldorfer Tabelle
Berliner Tabelle
UN-Kinderrechtekonvention
20 Bitten von Kindern an geschiedene Eltern